Einleitung

Wie nehmen wir uns wahr? Unsere Wahrnehmung ist geprägt durch das, was wir erlebt haben, durch Vorurteile, Sozialisation, durch unser Wissen und anderes. Doch werden wir uns dieser Prägung und Vorkonditionierung der eigenen Wahrnehmung bewusst? Verstehen wir, weshalb wir die Dinge so sehen, wie wir sie sehen? Was sind die Voraussetzungen und die Konsequenzen unserer Sichtweise? Könnten oder sollten wir die Dinge vielleicht sogar anders sehen lernen? Sind wir nur unbeteiligte Zuschauer oder selbst in das Drama verwickelt?

Mit diesen Fragen setzt sich der Philosophicum-Schwerpunkt Ethik der Wahrnehmung auseinander. Hierbei ist der persönliche Erfahrungsbezug ebenso wichtig wie die Bereitschaft, die eigene Erfahrung gedanklich zu gewichten und durch andere Erfahrungen und Gesichtspunkte zu bereichern.


Arbeitsprozess

Eindrücke und Momentaufnahmen der Erarbeitung des Denkraumes «Ethik der Wahrnehmung»

Was unterscheidet und was verbindet uns? Sind wir nur individuell, weil wir uns unterscheiden oder unterscheiden wir uns auch, weil wir individuell sind?

Erst wenn wir uns unserer eigenen Denkmuster bewusstwerden und ein bewegliches und selbstkritisches Denken entwickeln, gelangen wir zu einer bewussten und aktiven Wahrnehmung. Und erst mit einer bewussten und aktiven Wahrnehmung können wir anderen Menschen in der Begegnung gerecht oder zumindest gerechter werden.

Entscheidend für das Projekt «Ethik der Wahrnehmung» ist der Einbezug unterschiedlicher Perspektiven: Wie sehe ich mich? Wie sehe ich andere? Wie sehen andere mich und wie sehen andere sich? Ein Individuum oder eine Gruppe möchte angesichts eines Attributs vielleicht unsichtbar sein – insbesondere, wenn die Gefahr droht, über dieses Attribut etikettiert, stereotypisiert oder gar diskriminiert zu werden. In anderen Fällen ist es wiederum wichtig, ein Merkmal herauszustreichen, ihm Aufmerksamkeit zu schenken und so zum Beispiel eine latente Benachteiligung von Personen mit bestimmten Eigenschaften, Fähigkeiten und Interessen aufzuzeigen.

Das Projekt «Ethik der Wahrnehmung» ist eine Einladung zum Mitdenken: An zahlreichen Beispielen sollen die polarisierenden und banalisierenden Tendenzen sichtbar gemacht werden, die unsere Wahrnehmung von Sachverhalten und Personen häufig begleiten. Vor allem aber möchte wir mit dem Projekt «Ethik der Wahrnehmung» Wege zur Entpolarisierung und Entbanalisierung suchen, Wege, die zur Anerkennung der Gemeinsamkeiten und der Unterschiede motivieren.


PROZ - Kolumnen

Kooperation mit der PROZ Kultur im Raum Basel


 

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